BMW R1200 GS



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R1200GS (K25)

R1200GS "WC" 2013-2018 (K50)

R1300: "KA1" und "KA2" [Adventure]


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Federbein-Defekt vorne Top

Reparatur

Reihenfolge der Demontage

  1. Seitenblenden von Halterungen ausclipsen und abnehmen:
  2. Seitenteile abbauen: 3 Schrauben (#1) rausdrehen (ich glaube, eine ist etwas länger), 1 Haltezapfen in Gummi (#3):

    Man muß die anderen Schrauben nicht ausdrehen, das vordere Preßblechteil und das hintere Kunststoffteil kann zusammen bleiben!
    Genereller Tip: die demontierten Teile stolpersicher beiseitelegen und die Schrauben lagerichtig einstecken.
  3. weitere Seitenteile (2 Schrauben, #1):
  4. empfohlen wird noch der Ansaugschnorchel (m.M. nicht zwingend nötig): Haltebügel (#1) entriegeln (da muß man erstmal das Prinzip verstehen!), (#2) ist ein Rastzapfen
  5. Schrauben (#1) links und rechts an der oberen Tankverkleidung rausschrauben. Diese verbinden den Schnabel (bleibt dran) mit den Tankverkleidungen (kommt ab):

    Das genügt, die Verkleidung oben und der Tankdeckel müssen nicht abgenommen (vom Tankbehälter getrennt) werden!
  6. 2 Benzinleitungen und 2 Stecker an der Pumpe trennen, die Stecker haben so eine kleine Rastzunge (schwer zu finden! )
  7. Verkleidungshalter abschrauben, rechts / links merken:
  8. Entlüftungsschlauch (#9) und Überlaufschlauch (#10) an den beiden Kupplungen (Pfeile) trennen. Das war bei mir auch wieder nicht ganz "einfach so", die Rahmenrohre waren im Weg und ich mußte die Schläuche erstmal etwas schieben:
  9. Tank nach hinten abnehmen (vorne sind Gummilager)
  10. laut der BMW-Rep-DVD muß dieser (#10) und der folgende Schritt (#11) nicht sein, wird dort nicht erwähnt. Ich habe es aber beidesmal (Okt. 2023  und Feb. 2026) machen müssen!
    Das Mittelstück des Sturzbügels muß raus, weil auch die Riemenabdeckung runter muß, um das FB entnehmen zu können. Dabei fiel auf, daß der (originale, 3-teilige) Sturzbügel im Grunde recht pratisch zu (de-)montieren ist. Die Seitenbügel sind nur an den Zusatz-U-Stücken verschraubt (T50), und diese dann an den Motor-Halteschrauben (die U-Stücke können dranbleiben). Hinten, an der Verschraubung des Heckrahmens, sind die Seitenbügel nur eingesteckt.
  11. Riemenabdeckung abnehmen. Bis hierhin sind es also alles Vorarbeiten! Jetzt endlich geht's an Federbein.
  12. Federbein ausbauen:
    1. Kabelbinder der ESA-Kabel entfernen, auch am Telelever
    2. 2 Stecker trennen und Kabel durchfädeln nach unten (hier wieder mal die Rastzungen der Stecker finden und verstehen...)

      Zitat: ...unter dem Stecker muss man z.B. mit einem Schraubenzieher schräg den Haltepin zur Seite drücken und gleichzeitig den Stecker vor/zurückschieben um ihn zu lösen.
    3. Kabelhalter (#3) durchknipsen, Verdrehsicherung (#4) ausklipsen (Pfeil), soll am Federbein bleiben. Das ist auch wieder schwer zu verstehen, zumal man da schlecht hinsehen kann. Die Verdrehsicherung hat ein flaches Teil, welches in die beiden senkrechten Laschen "eingeklipst" wird. Dieses "flache" Teil muß zuerst mal es durchbiegend nach oben geklappt werden, erst danach kann man die "Haken" in den beiden senkrechten Laschen etwas nach innen aus 2 Löchern rausdrücken. Schwer zu beschreiben...
    4. Federbein ausbauen: in folgender Reihenfolge.
      1. für Lösen der Mutter (#5, SW14) muß man über den Imbus der Dämpferkolbenstange (welche hier die Schraube der Mutter darstellt) gegenhalten. Und wegen der Situation hier ist ein gekröpfter Ringschlüssel mehr als vorteilhaft.
      2. danach #6 und #7 abnehmen
      3. Nach dem Lösen der Schraube #8 (Torx 50) mit Wagenheber vorn anheben, dann Schraube #8 ganz rausdrehen
      4. das Federbein rausnehmen (das geht nicht ohne Riemenabdeckung zu demontieren)
      5. danach #9 und #10 abnehmen, und alles schön geordnet zur Seite legen.

Montage

  1. Federbein einbauen: siehe "Ausbau" umgekehrt.
    1. Federbein einfädeln, dabei Distanzpuffer #9 und Hülse #10 nicht vergessen
    2. Mutter #5 oben zunächst lose aufdrehen, zuvor Puffer #7 und Scheibe #6 nicht vergessen:
    3. Federbein hängt jetzt schon mal oben
    4. Schraube unten (Torx 50) eindrehen, dafür Wagenheber passend ablassen. Dann 34 Nm, Loctite
    5. Verdrehsicherung einklipsen (über 2 Etappen, s. oben), Kabelhalter dort neu setzen
    6. Festziehen der Mutter #5, diese 34 Nm, an Kolbenstange kontern, Loctite. Dabei Achtung auf Verdrehsicherung!
    7. ESA-Leitungen einfädeln und neue Kabelbinder:
  2. Riemenabdeckung
  3. ggf. Sturzbügel vor der Tankverkleidung anmontieren, sonst kommt man an die Schrauben des inneren Teils kaum ran. Oder sogar noch bevor der Tank aufgelegt wird.
  4. Tank auflegen, nach vorne in Gummilager schieben, dabei auf Einspuren der oberen Verkleidung an Schnabel achten. Die dortigen 2 Schrauben anziehen. Schläuche und Stecker verbinden
  5. Verkleidungen: ab #8 bei der Demontage rückwärts

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Reparatur / Montage:

  1. die 2 Sprengringe des Seitenständerschalters abnehmen - die erste 💩-Arbeit. Am besten zuvor neue besorgen (46537708016 und 07119903479). Und ja, es sind 2 Stück "hintereinander". Als drittes noch eine "Unterleg"-Scheibe abnehmen.
  2. den Seitenständerschalter kann man erst vom Bolzen nach innen abziehen, wenn dieser einige mm rausgeschraubt wurde
  3. den Bolzen ausdrehen: T55
  4. jetzt kann man den Ständer mit etwas Kraft vom Rahmen abziehen, und dabei werden die Federn entspannt. Mir war es zuvor nicht möglich, diese aus ihren Einhängpunkten auszuhängen. Jetzt also diese abnehmen.
  5. mit einem Durchschläger o.ä. die 2 alten Bundbuchsen nach außen und innen austreiben, dabei "kreisförmig" vorgehen
  6. alles reinigen
  7. die neuen Bundbuchsen (original wären: 46537679105) sorgfältig ansetzen und dann eintreiben: mit kreisenden Schlägen, Stück für Stück. Alternativ: mit einer Schraubzwinge. Darauf achten, daß die Bünde wirklich anliegen (Klang beim Hammerschlag). Sonst drückt's die erst später vollständig rein und dann hat man wieder Spiel.
  8. jetzt den (gereinigten!) Ständer erstmals aufschieben, und prüfen, ob eine oder mehrere der von Klaus gelieferten Distanzscheiben 22/16 mm eingeschoben werden können. Das reduziert das Spiel nochmals. Den Bolzen probehalber einschrauben. Bei mir ließ sich eine der dünneren Distanzscheiben einschieben, eine zweite ist beim Versuch zerknittert. Also blieb's bei der einen.
    (Falls später im Betrieb sich das seitliche Spiel bald wieder vergrößern sollte, kann man probieren, noch eine weitere (oder eine dicke statt der dünnen) Distanzscheiben reinzuschieben.)
  9. dann nochmal auseinander, gründlich fetten und wieder zusammensetzen.
  10. jetzt vor Einsetzen und Einschrauben des Bolzens mit dem Finger die zusätzliche(n) Distanzscheiben fluchtend positionieren, erst dann den Bolzen ansetzen und eindrehen. Sonst zerstört man die (dünnen) Distanzscheiben. Bolzen noch nicht ganz eindrehen.
  11. Federn einhängen - das ging mit einem geeigneten Federhaken.
  12. Seitenständerschalter von innen wieder ansetzen, dann die Scheibe auflegen, danach die 2 Sprengringe.
  13. jetzt den Lagerbolzen endgültig festziehen.
  14. alles ein bißchen abwischen und sich freuen : bei mir ist jetzt das seitliche Spiel <5 mm, zuvor waren es gut 15 mm. Fühlt sich wie neu an . Jetzt bin ich nur gespannt, wie das Spiel nach weiteren 87.000 km ist...

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